zerzura

 
irgend
wann
 

 

 
es war, als ob man sich auf einem vollkommen leblosen planeten befände.

blieb man einen augenblick zurück, verlor man die karawane aus dem gesicht, so empfand man eine einsamkeit in der unendlichen umgebung, die beängstigend auch auf das stärkste gemüth einwirkte.

namentlich je tiefer man in den sandocean eindrang, desto mehr machte sich dieses gefühl geltend. und wenn der wind oder sturm doch noch ein zeichen des lebens ist, so machte die abwesenheit desselben, so lästig er uns fiel, fast einen erdrückenden eindruck. nichts als sand und himmel !

auf dem meere kräuselt sich die oberfläche des wassers, falls nicht absolute windstille herrscht. hier im sandocean erinnert nichts als die erstarrten kleinen wellen des letzten simum an das grosse allgemeinleben der erde, sonst ist alles todt.

aus: drei monate in der libyschen wüste, gerhard rohlfs, verlag fischer, 1875
foto: great sand sea, egypt